Die kulturellen Eigenheiten seines Gegenüber kennen und verstehen Business Spanisch und Interkulturelles Training
Gerardo Müller-Albán, interkultureller Berater und Inhaber von Business-Spanisch & Interkulturelles in Bonn, gründete 2003 seine Firma, um Unternehmen im deutschsprachigen Raum die Potenziale der lateinamerikanischen Region nahe zu bringen. Seit fast zehn Jahren ist der Deutsch-Ecuadorianer und Spezialist für den Wirtschafts- und Kulturraum Spanien und Lateinamerika interkultureller Berater und Spanisch-Trainer für Fach- und Führungskräfte bei internationalen Firmen.Am Mittwoch, 23. April, hält der Kulturanthropologe auf der Konferenz Sprachen & Beruf einen Vortrag zu dem Thema „Anforderungen der Firmen an Spanisch für den Beruf“. Vorab skizzierte er, wie unterschiedlich Lateinamerikaner und Deutsche in Ihrer Kommunikation sind und wie potenzielle Missverständnisse aufgelöst werden können. |
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S&B: Herr Müller-Albán, als Deutsch-Ecuadorianer kennen Sie den deutschen und spanischsprachigen Kulturraum gut. Welche Herausforderungen liegen in der Interaktion eines deutsch-/spanischsprachigen Teams? Wie sind Ihre persönlichen Erfahrungen? Gerardo Müller-Albán: Ich bin in einem deutsch-ecuadorianischen Umfeld aufgewachsen und meine persönliche Erfahrungen haben sicherlich einen entscheidenden Einfluss auf meine Arbeit. Ich kenne beide Kulturen und insbesondere die Komplexität der Kommunikation untereinander. Die Kommunikation in beiden Kulturen unterscheidet sich stark. Dieser Umstand birgt ein großes Potenzial an Missverständnissen in sich. In Lateinamerika beispielsweise ist die indirekte Kommunikation sehr wichtig. Höflichkeit hat für uns einen sehr großen Stellenwert und wir möchten in unserer Kommunikation den Gesprächspartner nicht verletzen. Praktisch heißt das: Es könnte passieren, dass ein geplanter Termin nicht abgesagt wird, um Verletzungen zu vermeiden. Für den deutschen Kollegen ist es wichtig, das zu wissen und sich kurz vor dem Termin noch einmal höflich zu erkundigen, ob das vereinbarte Treffen tatsächlich stattfindet. Der entscheidende Unterschied in der Interaktion zwischen Deutschen, Spaniern und Lateinamerikanern liegt jedoch in den persönlichen Bindungen. In Deutschland gibt es eine striktere Trennung zwischen dem beruflichen und privaten Bereich, die gern eingehalten wird. Die persönlichen Beziehungen spielen jedoch bei der Kommunikation mit einem Lateinamerikaner eine große Rolle. Deutsche haben schlechte Karten, wenn sie das Geschäft vor den Menschen stellen. Für den Lateinamerikaner ist die Arbeitsmoral von der Verpflichtung geprägt, die er dem Menschen und nicht der Arbeit gegenüber hat.
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Gerardo Müller-Albán wird am Mittwoch, 23. April, in der Session Interkulturelle Kommunikation 14.30 16.00 Uhr, folgende Aspekte in seinem Vortrag beleuchten:
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