Respekt und Vertrauen sind der Schlüssel: Erfahrungen aus der virtuellen interkulturellen Zusammenarbeit mit Lateinamerikanern in der Automobilbranche
Der lateinamerikanische Automobilmarkt, insbesondere Brasilien, ist seit langem attraktiv für ausländische Hersteller und Zulieferer: Heute, trotz der allgemeinen Krise verzeichnet das Land im Binnenmarkt Verkaufsrekorde, so die Germany Trade & Invest (gtai). Für das 1. Halbjahr 2010 stellt sich die Branche auf eine Produktion von 1,6 Mio. Fahrzeuge ein, was im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 ein Plus von 10% bedeutet. Das Nachbarland Argentinien profitiert ebenfalls von der positiven Entwicklung.Alexandra Metzger ist mit dem lateinamerikanischen Markt bestens vertraut. Sie hat über viele Jahre Erfahrung in der Automobilindustrie gesammelt und war als Managerin für neue Fahrzeugprojekte in Emerging Markets zuständig. Unter anderem führte sie bei der Volkswagen AG interkulturelle, globale Teams und entwickelte Geschäftspotenzial für neue Märkte. Heute arbeitet sie als interkulturelle Trainerin, Coach und Beraterin mit Schwerpunkt Lateinamerika und Iberische Halbinsel und ist Inhaberin von alma hispano-dialog. SPRACHEN & BERUF sprach mit ihr darüber, welche Sensibilitäten und Besonderheiten gelten, wenn es zu einer virtuellen, interkulturellen Zusammenarbeit mit Lateinamerikanern kommt und wie virtuelle Teams effizient zu organisieren sind. |
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Länder wie China, Indien oder Russland gelten als die vielversprechendsten zukünftigen Absatzmärkte der Automobilbranche. Viele Experten sehen inzwischen aber auch in Lateinamerika enormes Potenzial. Alexandra Metzger hat umfassende Erfahrung darin, wie internationale Projekte mit Lateinamerika über virtuelle, interkulturelle Teams angebahnt und abgewickelt werden. Oft hat sie dabei erfahren, wie stark kulturelle Unterschiede der Projektmitarbeiter in Auftreten, Kommunikationsstil und Konfliktlösungsverhalten die Zusammenarbeit und die Umsetzung gemeinsamer Ziele beeinflussen. Was nun ist für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Lateinamerika von Bedeutung? Vor allem anderen stehe erst einmal der Beziehungsaufbau, erläutert die erfahrene Beraterin. Für die Arbeit im virtuellen Team heißt das, dass ein Kick-off-Meeting unerlässlich ist, bei dem sich alle Beteiligten persönlich in die Augen schauen können und es Gelegenheit zum informellen Austausch gibt. |
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In Ihrer Arbeitsgruppe auf der SPRACHEN & BERUF möchte Alexandra Metzger mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern typische Stolpersteine und Fragen der virtuellen interkulturellen Zusammenarbeit untersuchen und die Herausforderungen für den Projektleiter darstellen. Ihre Arbeitsgruppe „Interkulturelle Projekte managen. Kulturelle Einflussfaktoren beim Führen von virtuellen Teams am Beispiel der Automobilindustrie“ findet am Mittwoch, den 5.Mai von 14:30 bis 16:00 Uhr statt. |
